{"id":19,"date":"2012-07-10T19:37:05","date_gmt":"2012-07-10T17:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steffmade.de\/blog\/?p=19"},"modified":"2012-10-11T22:58:48","modified_gmt":"2012-10-11T20:58:48","slug":"herstellung-von-pappmache","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/steffmade.de\/blog\/2012\/07\/herstellung-von-pappmache\/","title":{"rendered":"Herstellung von Pappmach\u00e9"},"content":{"rendered":"<p>Die Herstellung von Pappmach\u00e9 richtet sich ein wenig nach der &#8222;Ernsthaftigkeit&#8220; des ambitionierten Hobbyk\u00fcnstlers. Man kann wenig Aufwand treiben oder viel &#8230;<br \/>\nDie leichte Variante (Zeitungsstreifen mit Kleister kleben) beschreib ich hier mal nicht. Das k\u00f6nnt ihr euch \u00fcberall ergoogeln.<br \/>\nDa meine Werke stabiler sein sollten, habe ich einigen Aufwand getrieben. Dadurch ist das Pappmach\u00e9 aber auch besser zu verarbeiten und betonhart wenn es trocken ist!<\/p>\n<p>Hier also das &#8222;Rezept&#8220; und die Anleitung!<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Material zum Pappmach\u00e9 &#8222;kochen&#8220;:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Viele viele Eierkartons, und ein paar alte Zeitungen (keine Werbung oder andere &#8222;glatte&#8220; Zeitungspapiere wie Zeitschriften etc)<\/li>\n<li>einen alten Eimer<\/li>\n<li>einen alten Kochl\u00f6ffel<\/li>\n<li>einen alten Stabmixer<\/li>\n<li>ein altes K\u00fcchenhandtuch<\/li>\n<li>ein altes K\u00fcchensieb<\/li>\n<\/ul>\n<p>Alt deshalb, weil der Kram nachher schwarz von Druckerfarbe ist!<br \/>\nEssen m\u00f6chte man damit nicht mehr zubereiten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"pappzubehor.jpg\" class=\"alignnone\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/steffmade.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/wpid-pappzubehor.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte ungef\u00e4hr ein Verh\u00e4ltnis von 2:1 was Eierkartons und Zeitung angeht. Eierkartons machen das Pappmach\u00e9 h\u00e4rter als Zeitungspapier allein. Und die Pulpe wird lustig bunt, je nach Eierkartonfarbe &#8230; \ud83d\ude00<\/p>\n<p><strong>Vorbereitung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>schon mal den Wasserkocher anmachen<\/li>\n<li>Eierkartons grob zerrupfen, Etiketten vorher abmachen und aussortieren<\/li>\n<li>Zeitung grob zerrei\u00dfen<\/li>\n<li>alles in den Eimer schmei\u00dfen und kochendes Wasser dr\u00fcber kippen bis alle Schnipsel bedeckt sind<\/li>\n<li>gut mit dem Kochl\u00f6ffel durchr\u00fchren und eine gute Stunde stehen lassen<\/li>\n<li>jetzt mit dem Stabmixer durchgehen, bis die Papierschnipsel zu einer homogenen Pulpe geworden sind<\/li>\n<li>gegebenenfalls noch Wasser hinzuf\u00fcgen beim Mixen<\/li>\n<li>nun Pulpe in das alte K\u00fcchenhandtuch geben (ich mach das K\u00fcchenhandtuch immer in ein altes Plastiksieb rein und gebe kellenweise Pulpe in das Tuch)<\/li>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"pappnass.jpg\" class=\"alignnone\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/steffmade.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/wpid-pappnass.jpg\" \/><\/p>\n<li>die Zipfel des Handtuchs zusammenzwirbeln und die Pulpe mit steigender Kraft ordentlich auswringen<\/li>\n<li>die gepre\u00dfte Pulpe wieder grob auseinanderbr\u00f6seln und in einem alten Karton ausbreiten und trocknen lassen (oder im Backofen bei 50\u00b0C)<\/li>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"pappress.jpg\" class=\"alignnone\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/steffmade.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/wpid-pappress.jpg\" \/> <\/ul>\n<p>Vorsicht, das Zeug f\u00e4ngt an zu gammeln wenn es zu langsam trocknet. Also regelm\u00e4\u00dfig wenden und f\u00fcr ausreichende Bel\u00fcftung sorgen!<br \/>\n<strong>Tip!<\/strong><br \/>\nWenn man mag, kann man das getrocknete Pappgebr\u00f6sel danach noch durch einen kleinen Mixer jagen (sofern man den wie ich eh nie zum Kochen braucht). Das staubt zwar ziemlich, aber ist die M\u00fche wert &#8211; dadurch wird das Material viel feiner (fast wie Wolle), und l\u00e4\u00dft sich grad f\u00fcr detailgetreuere Werke besser verarbeiten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"pappwolle.jpg\" class=\"alignnone\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/steffmade.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/wpid-pappwolle.jpg\" \/><\/p>\n<p><strong>Herstellung des eigentlichen Pappmach\u00e9:<\/strong><br \/>\n<strong>Material:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Vorbereitete Pappmach\u00e9 &#8222;Wolle&#8220;<\/li>\n<li>Tapetenkleister<\/li>\n<li>ne Sch\u00fcssel<\/li>\n<li>optional Nelken\u00f6l (damit es beim langsamen Trocknen nicht zu gammeln anf\u00e4ngt)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Und so geht&#8217;s:<\/strong><br \/>\n<Ul><\/p>\n<li>Kleister sehr dick ansetzen, deutlich dicker als zum Tapezieren, und mindestens 30 Minuten quellen lassen<\/li>\n<li>ein paar E\u00dfl\u00f6ffel Kleister in eine Sch\u00fcssel geben und mit ein paar Tropfen Nelken\u00f6l vermischen<\/li>\n<li>einen ordentlichen Haufen Pappmach\u00e9-Wolle dazu geben<\/li>\n<li>mit den H\u00e4nden verkneten und E\u00dfl\u00f6ffel-weise Kleister hinzuf\u00fcgen<\/li>\n<li>ordentlich durchkneten bis man einen guten Ball Pappmach\u00e9-Knete hat<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Konsistenz sollte feucht genug sein, da\u00df alles gut durchweicht ist und sich ordentlich formen l\u00e4\u00dft. Aber nicht zu na\u00df machen, denn sonst schrumpelt es beim Trocknen zu stark. Da mu\u00df man sich ein wenig auf sein Bauchgef\u00fchl verlassen.<br \/>\nMan kann das prima in einer Plastikt\u00fcte im K\u00fchlschrank f\u00fcr einige Tage aufbewahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herstellung von Pappmach\u00e9 richtet sich ein wenig nach der &#8222;Ernsthaftigkeit&#8220; des ambitionierten Hobbyk\u00fcnstlers. Man kann wenig Aufwand treiben oder viel &#8230; Die leichte Variante (Zeitungsstreifen mit Kleister kleben) beschreib ich hier mal nicht. Das k\u00f6nnt ihr euch \u00fcberall ergoogeln. Da meine Werke stabiler sein sollten, habe ich einigen Aufwand getrieben. 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